Der 90-minütige US-amerikanische Dokumentarfilm von David Kenner "Food, Inc. - Was essen wir wirklich?" entlarvt den Wahnsinn der industriellen Nahrungsproduktion.
 
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Beitrag 1891 von UFO-Peter » 29.06.2011, 18:25

Der 90-minütige US-amerikanische Dokumentarfilm von David Kenner "Food, Inc. - Was essen wir wirklich?" entlarvt den Wahnsinn der industriellen Nahrungsproduktion.

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Food Inc. – Was essen wir wirklich? – Dokumentarfilm von David Kenner • NDR.de • www.ndr.de

Unsere heutige Industrienahrung hat mehr mit Fabriken und Managern mit Aktenköfferchen zu tun, als mit einem Feld voller wogender Ähren.

Zu Beginn dieses Films kommt Eric Schlosser, US-amerikanischer Journalist und Autor, zu folgender Einschätzung: "Die Lebensmittelindustrie in den USA möchte nicht, dass wir wissen, was wir essen. Denn wenn man es wüsste, würde man es vielleicht gar nicht essen wollen."

Die heutigen Nahrungsmittel, so zeigt der Film, stammen mittlerweile weitestgehend aus der Fließbandproduktion. Arbeiter und Tiere werden missbraucht, die Nahrungsmittel immer gefährlicher - und das wird dem Verbraucher mutwillig verheimlicht.

Wenige multinationale Konzerne bestimmen das Nahrungssystem. Sie kontrollieren es vom Saatgut bis zum Supermarkt. Es sind Monopolisten, die längst kein Fleisch mehr von glücklichen Kühen oder Hühnern verkaufen, obwohl ihre Werbung das immer noch suggeriert.

Die Lebensmittelindustrie, so deckt der Film auf, setzt zur Mehrung des Profits längst auf hormonbehandeltes Mastvieh, genmanipuliertes Getreide und technologisch entwickelte Lebensmittel.
Damit setzt sie die Lebensgrundlage zahlreicher Landwirte und die Gesundheit der Konsumenten aufs Spiel. Die Liste der Skandale, die ans Tageslicht kommen, wird immer länger.

Aber der Journalist Michael Pollan sieht darin auch Positives: "Mit jeder Enthüllung erfährt Amerika ein bisschen mehr über die Zubereitung des Essens. Und jedes Mal wendet man sich voller Abscheu ab und sucht nach Alternativen."

Und so fordert der Film den Zuschauer auf, Stellung zu beziehen, sich gegen die Bevormundung durch die Lebensmittelindustrie zu wehren und Verantwortung für die eigene Ernährung zu übernehmen.

Der Film beleuchtet die Situation in den USA. Und die sind den Europäern in der Industrialisierung und Technologisierung der Nahrung um einiges voraus, wie so oft auch in anderen Bereichen. Es bleibt aber die Frage, ob diese Zukunft auch die Verbraucher in Europa bald einholt.

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